Prollperücke / Vokuhilaperücke als Karnevalsoutfit

Vokuhila ist ein Frisurentrend aus den 1980er Jahren. Es ist eine Abkürzung, die für „vorne kurz, hinten lang“ steht. Für eine Vokuhila Frisur werden die Haare an den Seiten, am Oberkopf und vorne verhältnismäßig kurz geschnitten und der Hinterkopf lang gelassen. Es handelt sich in erster Linie um einen Herrenhaarschnitt. In den 1980er Jahren trugen Frauen ähnliche Haarschnitte, wobei hier meisten die Haare insgesamt etwas länger gelassen und dauergewellt wurden. Diese Frisur nannte sich Löwenmähne.

Heute ist die Vokuhila Frisur eine Retro-Frisur, die mittels einer Perücke nachgestellt werden kann. Zahlreiche Outfits lassen sich mit einer Vokuhilaperücke kreieren. Für Verkleidungspartys bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Als klassischer Vertreter der Vokuhila Fraktion gilt Rudi Völler. Passend zur Haarfrisur gehört bei einer Rudi Völler Verkleidung auch unbedingt ein Oliba, also ein Oberlippenbart, zur Vokuhilaperücke. Mit dieser Verkleidung können auch Fußballspieler allgemein dargestellt werden, da die Frisur lange Zeit als typisch galt. Diese Modeerscheinung wird insbesondere in dem Film Manta Manta aufgegriffen. Mit Cowboystiefeln und Fuchsschwanz werden hier die 1980er Jahre von ihrer schrillsten Seite präsentiert.

Auch die Musik der 1980er Jahre kann mit einer Vokuhila Frisur nachempfunden werden. Bekannte Namen der Musikgeschichte, wie Dieter Bohlen, George Michael oder Wolfgang Petry werden ebenso gerne mit dieser Frisur in Verbindung gebracht. Eine Wolfgang Petry Kostümierung ist schnell geschaffen. Neben der Vokuhilaperücke und dem Oberlippenbart braucht es einen Unterarm voll geknüpfter Armbänder und das Outfit ist schon perfekt. Für eine Dieter Bohlen Verkleidung gemäß der Zeit aus Modern Talking bieten sich ein pastellfarbener Jogginganzug und Turnschuhe zur Vokuhilaperücke an. Auch Thomas Anders könnte parallel dargestellt werden, indem zur Frisur eine goldene Halskette mit einem Nora-Schriftzug hinzukommt.